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19.11.2007, 17:25 Uhr | Berliner Morgenpost, Verfasser: jof
Tempelhof muß offen bleiben!
Auch im Osten zwei Drittel für den Flughafen
Die vom Senat betriebene Schließung des Flughafens Tempelhof ist in allen politischen Lagern unpopulär. Selbst die Wähler von SPD, Linken und Grünen, die sich als Parteien für ein Ende des Flugbetriebes stark machen, folgen nur in einer Minderheit der Meinung der politischen Mandatsträger. Das hat der Berlin-Trend der Berliner Morgenpost und der RBB-Abendschau ergeben. Dafür befragte Infratest Dimap zwischen dem 9. und 12. November 1000 wahlberechtigte Berliner.

Am deutlichsten machen sich die Anhänger der CDU und der FDP für den Flughafen stark. Jeweils über 80 Prozent wollen Tempelhof entweder als Verkehrsflughafen oder zumindest für die Geschäftsfliegerei retten. Damit befinden sich die Spitzen von Union und Liberalen bei ihrem politischen Kampf für Tempelhof vollauf im Einklang mit der breiten Mehrheit ihrer Wähler.

Anders bei der SPD. 34 Prozent der SPD-Sympathisanten wollen einen Verkehrsflughafen Tempelhof, 40 Prozent immerhin einen eingeschränkten Flugbetrieb. Mit 26 Prozent teilt nur jeder vierte SPD-Wähler die Haltung des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) und spricht sich für eine Schließung aus. Auch unter den Linken-Anhängern sind nur 41 Prozent für das Aus des Flughafens. Und sogar im Lager der Grünen teilt mit 44 Prozent nur eine Minderheit die Haltung der Parteispitze gegen Tempelhof.

Der Berlin-Trend widerlegt den Eindruck, die Zukunft des alten Luftbrücken-Flughafens bewege nur im Westteil der Stadt die Gemüter. Zwar fällt die Zustimmung zum City-Flughafen in den Ostbezirken etwas geringer aus als im Westen, aber mit 30 Prozent für einen Verkehrsflughafen bzw. 39 Prozent für einen Geschäfts-Airport wollen doch mehr als zwei Drittel den Flugbetrieb erhalten. Im Westen liegt die Zustimmung bei fast 80 Prozent.

Die Initiatoren des Volksbegehrens, die Tempelhof als Verkehrsflughafen erhalten wollen, können nach den Ergebnissen der Umfrage auf einen Erfolg hoffen. 38 Prozent gaben an, sicher ihre Unterschrift abgeben zu wollen. (Osten 29 Prozent, Westen 43 Prozent). Weitere 20 Prozent sagten, vielleicht unterschreiben zu wollen (Osten 26 Prozent, Westen 17).

Die Werber haben noch viel zu tun, um das Potenzial an Zustimmung für ihr Anliegen auszuschöpfen. Bisher haben nach eigenen Angaben drei Prozent der Befragten unterschrieben.

Auch unter den sozialdemokratischen Wählern gaben 40 Prozent an, das Volksbegehren sicher unterstützen zu wollen. Vielleicht wollen weitere 20 Prozent mitmachen. Auch im Lager der Linken streben insgesamt 41 Prozent an, sich mit ihrer Unterschrift gegen die Entscheidung der Partei ihrer Wahl zu stellen.
aktualisiert von Katrin Vogel, 19.11.2007, 18:01 Uhr