Die Bezirksstadträtin berichtet

Liebe Freunde,

unter der Überschrift Keiner will die Gysi-Akte sehen, konstatierte der Berliner Kurier am 20. April 2017, dass „bis auf einen Mitarbeiter sich niemand für die kunstvollen Akte, die wochenlang berlinweit für Aufregung sorgten“ am Tag nach der großen Präsentation interessierte. 

Hoffentlich weiß der Bezirksbürgermeister aus Lichtenberg, Herr Grunst, welche Personen hinter der Gesellschaft für Fotografie stecken, wenn er mit ihnen über die Fotoschau in den kommenden Jahren verhandelt. Vielleicht ist er so klug, vorab die Bedingungen auszuhandeln, unter denen die Fotos gezeigt werden sollen. Und vielleicht stellt er ja auch gar nicht seine Rathausflure für die Fotoklubausstellung zur Verfügung, sondern bietet den Fotografen eine seiner Galerien an. Mit insgesamt fünf kommunalen Galerien hat der Bezirk Lichtenberg die größte Auswahl und die Galerie im Kulturhaus Karlshorst in der Treskowallee verfolgt schließlich den Schwerpunkt Fotografie. Wir werden die Entwicklung genau beobachten.

Jenseits der Fotogesellschaft beschäftigen uns noch viele andere Dinge im Bezirk. Wie sichern wir in den kommenden Jahren die so dringend benötigten Schulplätze? Wer hätte noch vor zehn Jahren gedacht, dass Berlin eine derartige Beliebtheit erlangt, dass die Stadt aus allen Nähten platzt und sich viele Menschen und vor allem junge Familien in den Randlagen eine dauerhafte Bleibe suchen? Wohnungen bauen ist gut und richtig, schon allein, um den immer steigenden Mieten etwas entgegen zu setzen. Wo gewohnt wird, muss auch Auto gefahren werden, muss man sein Kind in Kita und Schule bringen und vernünftig einkaufen können. Unsere Sportvereine haben einen guten Zulauf, jedoch auch Theater, Museen, Jugendfreizeit- und Seniorenfreizeiteinrichtungen gehören zu einer modernen Gesellschaft. Hier hat unser Bezirk gutes Potential.

Am 21. April wurde der Mobile Ergänzungsbau (MEB) der Grünauer Gemeinschaftsschule an die Schülerschaft übergeben. Weitere MEBs werden folgen. Ein MEB kann dann errichtet werden, wenn an einem Schulstandort dringend die Kapazität erhöht werden soll. Mit dem Bau eines solchen MEBs werden Folgen ausgelöst: Immer wird man prüfen müssen, ob nun die Kapazität des Speiseraums einer Schule ausreichen wird, die Sporthalle noch genügend Platz bietet und Fachräume vorhanden sind. Grundsätzlich müssen zunächst diese Folgeerscheinungen am vorhandenen Standort gesichert werden. MEBs sind nicht dazu konzipiert, möglichst schnell ein marodes Gebäude durch ein neues zu ersetzen. Weil mit der Erhebung des Sanierungsstaus an den Berliner Schulen erhebliche Fragen und Diskussionen in den Schulen ausgelöst wurden, werden wir mit den Schulen ab dem 17. Mai in kleineren regionalen Runden besprechen, welche Maßnahmen in den kommenden Jahren für sie geplant sind und ob Erweiterungsbauten anstehen werden.

Und was gibt es Neues von der Kunst? Vom 29. April bis zum 30 Juli 2017 kann man Werke von Sibylle Bergemann in den Reinbeckhallen bewundern. Am 2. Mai besucht der Kultursenator, Dr. Lederer, den Bezirk zu einer Tour durch die Kulturlandschaft. Malereien von Jürgen Durner, Sid Gastl und Peter Thol kann man ab dem 12. Mai im ehemaligen Abspannwerk Adlershof, in der Radickestraße 59-61 bewundern.

Achten Sie bitte auch auf die zahlreichen Veranstaltungen der Wassersportler zum Saisonbeginn und auf die Konzerte unserer Musikschule, des Stadtorchesters und Berolina Chorensembles.

Herzliche Grüße
Ihre/eure Cornelia Flader

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