Bewohner des Allende-Viertels fordern Rettung des MVZ-Ärztehauses

Mehr als 250 Bewohner des Allende-Viertels in Köpenick

waren am Donnerstag Abend (04.02.11)
in das Seniorenzentrum "Zur Brücke" gekommen, um sich über die Auswirkungen der Schließung des Medizinischen Versorgungszentrums Köpenick zu informieren. Jetzt startet eine Unterschriftensammlung, mit der die Kassenärztliche Vereinigung Berlin und die DRK-Kliniken zur schnellen Rettung des Fachärztezentrums in Köpenick aufgefordert werden.

Erstmalig fand auf Initiative von Prof. Dr. Niels Korte, Kandidat der CDU bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, eine Bürgerinformationsveranstaltung zur bevorstehenden Schließung des MVZ mit Mario Czaja, MdA, Dr. Uwe Kraffel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Berlin, Dr. Hartmut  Kern, Chefarzt für Anästhesie und Frank Armbrust, Verwaltungsleiter der DRK Kliniken Berlin statt.
Die Bewohner des Allende-Viertels erfuhren von Engpässe bei der medizinischen Versorgung in Köpenick, die von den Diskussionsteilnehmer besonders in den Bereichen Radiologie, Kardiologie, Onkologie und Neurologie erwartet werden. Für diese Bereiche gab es zwischen der KV Berlin und den DRK-Kliniken eine Einigung, die Auslauffristen bis zum 30. Juni zu verlängern. Andere Bereiche des Fachärztezentrums waren bereits zum 31. Dezember geschlossen worden.
 
"Vielen Bewohnern des Allende-Viertels war bisher wohl noch nicht so deutlich, welche Auswirkungen die Schließung des MVZ in Köpenick haben wird. Wir haben erfahren, dass 5000 Patienten von dieser Schließung unmittelbar betroffen sind. 
Viele Patienten müssen sich auf enorm lange Wartezeiten einstellen, womöglich in westliche Bezirke fahren, um sich von einen Kardiologen oder Neurologen untersuchen zu lassen, wenn es hier keine zeitnahe Lösung geben sollte. Dies können wir nicht einfach so hinnehmen. Deshalb starten wir ab diesem Wochenende im Allende-Viertel mit einer Unterschriftenaktion. Wir fordern die KV Berlin und die DRK-Kliniken auf, im Interesse der Patienten aus Köpenick das Fachärztezentrum schnellstens zu retten", sagt Niels Korte. "Wir werden auch alle demokratischen Parteien im Bezirk auffordern, sich an der Rettung zu beteiligen."
 
Diese Vereinbarung zur Schließung des MVZ zwischen der KV Berlin und den DRK-Kliniken erfolgte nur wenige Monate nach dem Bekanntwerden des Abrechnungsskandals in Berliner DRK-Kliniken.
Im Zuge der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft seien weitere Gesetzesverstöße bekannt geworden. Nach Informationen der KV Berlin reichen die Anschuldigungen vom Einsatz nicht qualifizierter Ärzte über den unrechtmäßigen Erwerb der Niederlassungserlaubnis bis zu Falschabrechnung von Leistungen.  

 

 
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Niels Korte, CDU Treptow-Köpenick, Dörpfeldstraße 51, 12489 Berlin

 

 

Inhaltsverzeichnis
Nach oben