Nicht nur für die Europäische Union ist Angela Merkel ein Glücksfall, auch für den Rest Europas. Die Auseinandersetzungen mit Putin und Russland auf der einen Seite, die Auseinandersetzungen innerhalb der EU auf der anderen Seite umfassen das Spannungsfeld in dem Deutschland als größtes und wirtschaftlich stärkstes Land eine Vermittlerrolle wahrnehmen muss. 

Nachdem Juncker nun als EU-Kommissionspräsident gewählt worden ist, könnte man annehmen, dass er jetzt als erster Verhandlungspartner mit Putin zu einer Lösung des Konflikts um die Ukraine auftreten würde. Ich fürchte nur, er hat mit der EU so viel zu tun, dass diese Aufgabe von ihm in nächster Zukunft nicht übernommen werden kann. Aus dem Rest der EU sehe ich keinen, der diese gewaltige Arbeit, also die Harmonisierung der Verhältnisse zwischen der EU und Russland sowie der Ukraine, außer Angela Merkel, übernehmen kann.
Mit dem Vertrauen das ihr weltweit entgegengebracht wird, hat sie dafür auch die besten Voraussetzungen. Auch in Deutschland zweifelt keiner daran, dass Frau Merkel in friedlicher Absicht unterwegs ist, wenn sie mit Putin über die Lösung der Probleme spricht. Schließlich haben wir Deutschen auch eine große Verantwortung zu übernehmen, wenn es um die Befriedung der ehemals von den Nationalsozialisten überfallenen und schrecklich zugerichteten Gebiete geht. Bleibt uns die Hoffnung, dass die Völker im Osten Europas die friedliche Mission Angela Merkels anerkennen. Ob Russland mit Putin an der Spitze diesen Weg überhaupt mitgehen will, steht in den Sternen. Die Ukraine zu einem demokratischen Staat nach westlichem Vorbild zu entwickeln, passt dem Machtapparat in Russland nicht. Auch die breite Masse der Bevölkerung scheint noch nicht so weit zu sein, in einer pluralistischen Demokratie leben zu wollen.
Da gibt es also noch viel zu tun. Keiner kann heute eine sichere Prognose abgeben, wohin sich Russland entwickeln wird.
Es bleibt uns die Hoffnung, dass unsere Bundeskanzlerin ihre Kenntnisse aus der „Diktatur des Proletariats“ und ihre Erfahrungen im Umgang mit der „Sozialen Marktwirtschaft“ zu einer friedlichen Lösung für ganz Europa führen kann.
Unsere Aufgabe besteht darin, die Position der Kanzlerin durch gute Arbeit für die CDU vor Ort zu unterstützen.
Ich wünsche Ihnen einen schönen August
Ihr Fritz Niedergesäß
Kreisvorsitzender 

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