Unser Bezirksstadtrat hat das Wort

Liebe Mitglieder, liebe Freunde,
ein Herbst der eigentlich ein Spätsommer ist. Genießen wir es, der Winter kommt früh genug. Doch was bringt uns der Monat November? Der Monat ist natürlich geprägt von einem Ereignis – dem Mauerfall am 9. November vor 25 Jahren. Es ist mir ein besonderes Anliegen, die Zeit der DDR-Diktatur nicht in Vergessenheit und Verklärung der Ereignisse versickern zu lassen. Denn denken wir immer daran – die Täter sind unter uns.

Am 6. November, 19 Uhr findet in der Stadtkirche St. Laurentius in der Straße Alt-Köpenick die gemeinsame Veranstaltung des Bezirksamtes Treptow-Köpenick und des Evangelischen Kirchenkreises Lichtenberg-Oberspree statt. In Erinnerung an die friedliche Revolution vor 25 Jahren in Treptow-Köpenick wollen wir der friedlichen Revolution in der DDR erinnern und gemeinsam mit Ihnen dieses historische Ereignis würdigen. Bezirksbürgermeister Oliver Igel und Superintendent Hans-Georg Furian laden Sie herzlich ein, den Ausführungen von Zeitzeugen zu folgen, die gemeinsam an die politische Wende vor 25 Jahren erinnern.

Am 7. November, um 18:30 Uhr lädt der Bürgerverein Altglienicke e.V. anlässlich der 25. Wiederkehr des Mauerfalls am 9. November 1989 zur Eröffnung seiner nächsten Ausstellung unter dem Titel “25 Jahre WendeZeiten – die friedliche Revolution und Wende in der DDR in Altglienicke” in das Ausstellungszentrum Kölner Viertel, Ehrenfelder Platz 2, 12524 Berlin-Altglienicke ein.

Am 9. November um 10 Uhr laden die CDU Treptow-Köpenick und die CDU Neukölln Sie herzlich ein, an die ehemaligen Mauergrenze Neudecker Weg / Übergang zur Rudower Straße in Treptow  zu kommen. In einem kleinen feierlichen Festakt werden wir den Mauerfall würdigen und der Opfer der Berliner Mauer gedenken. Der Mauerfall ebnete den Weg, der innerhalb eines Jahres zum Zusammenbruch der SED-Diktatur, zur Auflösung der DDR und gleichzeitig zur staatlichen Einigung Deutschlands führte. 25 Jahre danach gilt es, dieses besondere Jubiläum deutscher Geschichte zu würdigen.

Ehrung für die Toten an der Berliner Mauer – Einweihung von zwei Gedenktafeln am 9. November

Mindestens 136 Todesopfer wurden zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer erfasst – erschossen von DDR-Grenzsoldaten oder ertrunken in den Grenzanlagen der Gewässer rund um die Stadt. Im damaligen Bezirk Treptow verlief mit einer Länge von 17 Kilometern das längste innerstädtische Teilstück der Mauer, so dass gerade hier viele Menschen ihren Fluchtversuch mit dem Leben bezahlten. Für viele dieser Opfer wurde in den zurückliegenden Jahren ein ehrendes Gedenken in Form von Gedenkzeichen im öffentlichen Raum errichtet. An diesem historischen Tag werden zwei weitere Gedenkzeichen für die Todesopfer der Berliner Mauer im Bezirk Treptow-Köpenick der Öffentlichkeit übergeben:
Am 9. November um 11 Uhr am Denkmal für die beiden an der ehemaligen Grenze erschossenen Kinder in der Kiefholzstraße 333, 12435 Berlin, Höhe Kolonie Fortuna, Einweihung der Gedenktafel für die Todesopfer Wolfgang Glöde und Christian-Peter Friese und gegen 12 Uhr an der Britzer-Allee-Brücke / Chris-Gueffroy-Allee, 12057 Berlin, Einweihung der Tafel für die Todesopfer Hans-Joachim Wolf und Werner Kühl.

Die Tafeln wurden in Kooperation von der Berliner Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten und dem Bezirksamt Treptow-Köpenick geschaffen und aufgestellt. Die Übergabe der Tafeln am 9. November wird vorgenommen von Peter Groos, Vorsteher der BVV Treptow-Köpenick, Oliver Igel, Bezirksbürgermeister Treptow-Köpenick, und Michael Vogel, Bezirksstadtrat für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind sehr herzlich eingeladen, an der Einweihung teilzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr/Euer Michael Vogel

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