Märchen aus 1000 und einer Nacht

Ein Zwischenruf

Am Abend der Landtagswahlen war es wieder so weit: Märchenstunde auf allen Kanälen. Nur Gewinner! Und die AfD brüstet sich mit der gestiegenen Wahlbeteiligung. Natürlich hat die CDU verloren. Natürlich hat die SPD verloren. Natürlich haben die Grünen verloren. Kretschmann und Dreyer haben als Amtsinhaber gewonnen, die jeweiligen Koalitionspartner blieben dabei auf der Strecke. Und Frau Merkel? Ist sie Gewinnerin oder hat sie verloren? Hat sie 75 % Zustimmung? 

Manchmal hilft der Blick ins Ausland und auf die dortigen Schlagzeilen. Nach Auffassung der ausländischen Journalisten geht Frau Merkel geschwächt aus den Landtagswahlen. Sie wird es in Europa noch schwerer haben, weil in Deutschland eine rechtspopulistische Partei mit einem Senkrechtstart die politische Arithmetik durcheinanderwirbelt. Und für die AfD und deren Erstarken ist die Flüchtlingspolitik der Regierung verantwortlich. Alles andere sind Märchen.

Wieviel Märchen vertragen wir? Die vielen Märchen in der Flüchtlingspolitik schaden inzwischen mehr, als dass sie nutzen. Mehr als die Hälfte sind keine Kriegsflüchtlinge. Mehr als die Hälfte sind unqualifiziert. Der Anteil der Analphabeten ist gewaltig. Trotzdem bleibt Frau Merkel dabei: Wir schaffen das! Ist das ein Märchen? Es wird ein Märchen sein, wenn wir wollen, dass es ein Märchen bleibt. Aber es wird dann ein gruseliges Märchen. Was passiert, wenn Integration nicht gelingt, wissen wir doch nur zu gut: Multikulti scheitert und es bilden sich Parallelgesellschaften. Kriminelle Familienclans sind Ergebnisse gescheiterter Integrationspolitik und für all dies waren bislang die Sozialromantiker jeglicher politischer Couleur verantwortlich.

Wer Integration will, muss Forderungen aufstellen: Wer in Deutschland bleiben will, muss Deutsch lernen, muss bereit sein zu arbeiten, muss bereit sein sich an die kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten anzupassen und unsere Werte akzeptieren. Wer das nicht will, muss Deutschland verlassen und zwar nicht erst nach Jahren, sondern nach Wochen oder Monaten, wenn nicht sofort.

Bei allen Forderungen müssen auch wir zur Integration bereit sein. Wir müssen es schaffen wollen, denn Integration ist keine Einbahnstraße. Ohne den Willen zur Integration werden wir uns das Leben unnötig schwer machen. AfD wählen ist da keine Lösung, sie ist vielmehr ein zusätzliches Problem. Bei den Wählern der AfD handelt es sich nämlich größtenteils um Mitbürger mit Integrationsdefiziten, die die Werte des christlichen Abendlandes und den Geist des Grundgesetzes nicht akzeptieren wollen.

Dr. Ulrich Zacharias 

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