Der Bezirksstadtrat hat das Wort

Liebe Mitglieder und Freunde der CDU Treptow-Köpenick,
nun ist auch im Bezirksamt ein wenig Ruhe eingekehrt. Die Parlamente haben Sommerpause, viele Mitarbeiter_innen befinden sich in ihrem wohlverdienten Urlaub. Das bedeutet zum einen Zeit für „Liegengebliebenes“ aber auch die Konzentration auf den nun angelaufenen Wahlkampf.

Dankeschön des Bezirksamtes an Schülerlots_innen - Es ist schon seit vielen Jahren eine gute Tradition, dem Engagement der jungen Verkehrshelferinnen und Verkehrshelfer im Rahmen einer festlichen Veranstaltung Danke zu sagen, um damit die bezirkliche Wertschätzung dieses Engagements zum Ausdruck zu bringen. In diesem Jahr fand die Dankeschönveranstaltung am 13. Juli im Kino Union in Friedrichshagen statt. Es waren 44 Schülerinnen und Schüler aus vier Grundschulen eingeladen. Jede Schülerlotsin und jeder Schülerlotse erhielt aus meinen Händen als Dankeschön eine Ehrenurkunde. Die Schülerlots_innen ermöglichen vor Schulbeginn und nach Schulschluss das sichere Überqueren einer Straße für jüngere und unerfahrene Schülerinnen und Schüler. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Schulwegsicherheit. Begleitet wird die Ausbildung und Prüfung durch die Polizei. Diese Ausbildung dauert zwischen sechs und zwölf Stunden und beinhaltet praktische Übungen im Straßenverkehr.
Neuer Beirat für Kulturarbeit berufen - Am 19. Juli wurde durch mich im Rathaus Köpenick ein neuer Beirat für dezentrale Kulturarbeit berufen. Dieses unabhängig und ehrenamtlich arbeitende Gremium gibt dem Bezirk fachliche Beratung zur Vergabe der Fördergelder für Kunst und Kultur. Als Bezirksstadtrat entlastete ich den scheidenden Beirat und dankte dessen Mitgliedern für ihre engagierte und fachkompetente Arbeit. Anschließend wurde der neue Beirat für die Dauer von fünf Jahren mit folgenden Mitgliedern berufen: Angelika Ludwig (Malerin, Szenografin), Petra Hornung (Kunsthistorikerin), Dr. Johannes Schönherr (Kulturmanager), Lutz Längert (Soziologe), Katrin Heinau (Autorin, Schauspielerin) sowie Irina Vogt als Mitglied des BVV-Ausschusses für Weiterbildung und Kultur. Der Beirat wird künftig seine Empfehlungen sowohl für die Vergabe von Projektfördermitteln als auch für die institutionelle Theaterförderung im Bezirk geben.
Theaterstandort Friedrichshagener Straße gesichert – Gemeinsam mit dem neuen Eigentümer der Häuser Friedrichshagener Str. 9, der REFiCon AG, vertreten durch die Vorstandsvorsitzende Julia Kubis, haben wir ein Konzept auf den Weg gebracht, das ein Weiterbestehen des Theaterbetriebes an diesem durch das ehemalige „Stadttheater Cöpenick“ bekannten Standortes ermöglicht. Voraussichtlich unter dem Namen „Glanzfilmtheater“ wird hier weiterhin Kultur und Theater erlebbar bleiben. Mit den handelnden Personen der Kunstfabrik, dem Träger des „Stadttheater Cöpenick“ war es zu keiner tragfähigen Lösung mehr gekommen. Nun wird unter der künstlerischen Leitung von Frau Stefanie Kühn erst einmal in den alten Räumen Theater gespielt. Nach Fertigstellung der umfangreichen Umbaumaßnahmen wird im Souterrain ein völlig neuer Theaterspielort entstehen. In den ehemaligen Räumen des Theaters entsteht eine Gastronomie, die mit einer Kleinkunstbühne ebenfalls den Standort beleben wird.
Sorgen bereitet uns noch der neu entstandene Theaterstandort Adlershof im denkmalgeschützten Haus des ehemaligen Studios 5 des Fernsehens der DDR. Ein Theatersaal mit 160 Plätzen und eine kleine Spielstätte mit etwa 80 Plätzen im Foyer, das ist die Vorstellung von Kathrin Schülein und ihren Mitstreitern für das ehemalige Fernsehtheater in Adlershof.
Auch hier wollen wir den Standort gerne unterstützen und damit auch einen BVV Beschluss für den Erhalt des Standortes erfüllen. Ich begrüße die Aktivitäten sehr, den Standort zu reaktivieren und damit das kulturelle Leben in Adlershof zu beleben. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich hier ein neues Highlight in der Theaterszene in Treptow-Köpenick und weit darüber hinaus entwickeln wird. Besonders beeindruckt hat mich, dass die Idee, die Umsetzung und die Finanzierung bereits über einen langen Zeitraum gereift sind.
Leider wird es Frau Schülein nicht leicht gemacht. Das Gebäude gehört dem Land Berlin und wird nun von der Adlershofer Projekt GmbH verwaltet. Es verursacht der APG jährlich fünfstellige Verluste und soll daher seit 25 Jahren verkauft werden. Nun gibt es seit einiger Zeit einen potentiellen Käufer für das Studio 5. Dessen Pläne, egal ob der Verkauf erfolgreich sein wird oder nicht, sind bisher nicht bekannt.
Die APG machte nur Andeutungen, die aber für weitere Investitionen keine Grundlage bieten. Die Kosten für das Einreichen des jetzt geforderten Brandschutzkonzeptes und dessen bauliche Umsetzung umfassen ca. 10.000 €. Die Genehmigung soll aber bis 31.12.16 befristet sein. Auch einen längeren Mietvertrag gibt es verständlicherweise noch nicht. Beflissen und interessiert zeigte sich auch eine SPD Abgeordnete, die zu ihrem Stadtteiltag hier einen Stopp einlegte. Leider hielt dieses nicht lange an, denn kurz darauf kamen neue Steine, die Frau Schülein in den Weg gelegt wurden. Wenn man sich nun vor Augen hält, dass die APG direkt bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung angesiedelt ist (Senator Geisel SPD), der Kultursenator, der ehemalige Bausenator ist (Michael Müller SPD, auch wenn man diesen als solchen nicht wahrnimmt), die nötigen Staatssekretäre alle von der SPD sind und dazu noch die Abgeordnete ein sehr intensives Vertrauensverhältnis zum Bezirksbürgermeister hat, dann müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn man nicht eine Lösung finden könnte. Bei „Füreinander“ mit allem, was dazu gehört innerhalb dieser Partei, geht das ja auch.
Liebe Mitglieder und Freunde, ich möchte auch nach dem 18. September Verantwortung in diesem Bezirk übernehmen. Treptow-Köpenick hat mehr verdient als einen Bezirksbürgermeister, dessen Glanz sich auf die Showbühne beschränkt. Vielleicht ja mal einen Handwerksmeister.

Ihr/Euer Michael Vogel

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