Bezirksstadtrat Svend Simdorn und CDU-Fraktion gedenken Maueropfer Chris Gueffroy

Gedenken an Chris Gueffroy
Gedenken an Chris Gueffroy
Vor 20 Jahren, in der Nacht vom 5. zum 6. Februar 1989, wurden am früheren Todesstreifen am Britzer Zweigkanal in Treptow auf den 20-jährigen Chris Gueffroy zehn Schüsse der DDR-Grenztruppen abgefeuert und er wurde im Kugelhagel an der Mauer getötet, u.a. durch einen gezielten Herzdurchschuss.
Viele Treptower und Köpenicker Bürgerinnen und Bürger hörten die nächtlichen Schüsse vor 20 Jahren und ahnten, dass ein Mensch seine Sehnsucht nach Freiheit mit dem teuersten, was er hatte – seinem Leben – wahrscheinlich mit dem Tod bezahlte.
Chris Gueffroy wollte die Freiheit und er wollte nicht zum Militärdienst. Er war kein leichtsinniger Mensch. Mit seinem Freund Christian Gaudian, der beim gleichen Fluchtversuch schwer verletzt wurde, ging er von einer Fehlinformation aus, dass der Schießbefehl aktuell aufgehoben gewesen sei. Viele seiner Freunde hätten sich zuvor schon in Richtung Westen abgesetzt.
Der Bezirksstadtrat Bürgerdienste, Bildung und Sport, Svend Simdorn, legte im Gedenken an Chris Gueffroy in Abstimmung mit der Fraktion der CDU Treptow-Köpenick an der Stele am Britzer Zweigkanal in Späthsfelde einen Blumenstrauß nieder.

Chris Gueffroy war ein Bürger unseres Bezirkes, im Ortsteil Johannisthal lebend, der nicht mehr wollte als das, was kein Jahr später mit dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende der deutschen Teilung selbstverständlich wurde. Das ist das tragische an seinem Tod.
Noch tragischer ist dass zwar den vier beteiligten Todesschützen der Prozess gemacht wurde, aber dieser mit zwei Freisprüchen und zwei kurzen Bewährungsstrafen endete, weil diese ja nur auf höherem Befehl gehandelt hätten.
Sein Tod muss unvergessen bleiben für die Erinnerung an die unmenschlichen Geschehnisse in Verbindung mit dem SED-Regime.

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