Mehr Frauen in Führungspositionen

Anlässlich des Internationalen Frauentags fordert die Landesvorsitzende der Frauen-Union der CDU Berlin, Edeltraut Töpfer, zu Unterschriften für mehr Frauen an der Spitze der Wirtschaft auf.

Die Frauen Union Berlin erklärt: "Wir fordern ein Gesetz für eine geschlechtergerechte Besetzung von Aufsichtsräten und Vorständen der Wirtschaft. Ein breites Bündnis von Frauen aus Politik und Gesellschaft macht der Wirtschaft Druck. Deshalb setzen wir uns in einem ersten Schritt für eine Quote bei den Aufsichtsräten der börsennotierten, mitbestimmungspflichtigen und öffentlichen Unternehmen ein. Die Quote muss mindestens 30 Prozent betragen.
Mit der Berliner Erklärung für mehr Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft fordert eine überparteiliche Initiative von Frauenpolitikerinnen aller Fraktionen und von Frauenverbänden gesetzliche Maßnahmen mit Fristen und Sanktionen. Bundesweit werden dafür Unterschriften von Unterstützerinnen und Unterstützern gesammelt.

Die aktuellen Zahlen des DIW-Managerinnen-Barometers zeigen den Handlungsbedarf. Im Vorstand der deutschen TOP-200 Unternehmen waren 2011 Frauen nur mit drei Prozent vertreten. In den Aufsichtsräten lag der Anteil bei 11,9 Prozent. Bei den DAX-30-Unternehmen nahm der Frauenanteil 2011 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Punkte auf 3,7 Prozent zu.
Bei dem Tempo dauert es noch viele Jahre, um auf mindestens 30 Prozent Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen zu kommen. Die gleiche Beteiligung von Frauen an Entscheidungsgremien ist ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft. In gemischten Führungsgremien können Frauen und Männer zu besseren Entscheidungen kommen. Gemischte Teams steigern den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen. Das belegen nationale und internationale Studien.

Die Frauen Union der CDU fordert seit Jahren eine geschlechtergerechte Besetzung der Führungsgremien der Wirtschaft. Die freiwillige Selbstverpflichtung der Deutschen Wirtschaft des Jahres 2001 hat nur minimale Fortschritte erbracht. Auch auf europäischer Ebene sind sie gescheitert. EU-Kommissarin Viviane Reding forderte am 1. März 2011 alle europäischen börsennotierten Unternehmen dazu auf, eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Erhöhung des Frauenanteils zu unterzeichnen. Nur wenige Unternehmen folgten ihrem Aufruf. Die Zeit ist reif. Wenn Deutschland nicht handelt, handelt Europa."

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