61 Prozent der Berliner lehnen Freigabe von Cannabis ab

Die Ergebnisse der aktuellen Forsa-Umfrage zur Freigabe von Cannabis.
Die Ergebnisse der aktuellen Forsa-Umfrage zur Freigabe von Cannabis.

Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Berliner Union zeigt: Eine deutliche Mehrheit von 61 Prozent der Berlinerinnen und Berliner spricht sich gegen die Freigabe von Cannabis-Produkten aus.

1.006 Berlinerinnen und Berlinern war Mitte August 2015 die Frage gestellt worden: „Sollten Cannabis-Produkte für alle volljährigen Bürger legal und frei erhältlich sein?“ Insgesamt sprechen sich 39 Prozent der Befragten für die Freigabe aus. 45 Prozent lehnen die Freigabe ab, machen aber die Einschränkung, dass eine medizinische Abgabe etwa für Patienten mit chronischen Schmerzen möglich sein solle. 16 Prozent möchten die derzeit gültige Rechtslage beibehalten und sprechen sich generell gegen die Freigabe von Cannabis-Produkten aus.

Dabei zeigen sich in dieser Frage  mitunter deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bevölkerungs- und Wählergruppen. So sprechen sich Männer deutlich häufiger als Frauen, die unter 30-Jährigen deutlich häufiger als die älteren Bürger und Befragte ohne Kinder im Haushalt häufiger als Befragte mit Kindern im Haushalt für eine generelle Legalisierung von Cannabis-Produkten aus.

Von den Anhängern der einzelnen Parteien sprechen sich die Anhänger der Grünen und der Linkspartei mehrheitlich für eine völlige Freigabe aus, während dies unter den SPD- und CDU-Anhängern nur von einer Minderheit befürwortet wird. 75 Prozent der CDU-Anhänger und 70 Prozent der SPD-Anhänger sprechen sich gegen die Freigabe aus.

Die Umfrage bestätigt den Kurs der Berliner Union, die sich mehrfach deutlich gegen die Legalisierung von Cannabis und den Verkauf in so genannten „Coffee-Shops“ ausgesprochen hat. Generalsekretär Kai Wegner hatte angesichts der gefährlichen Langzeitfolgen des Marihuana-Rauchens gerade für junge Menschen die Legalisierung als absolut unverantwortlich bezeichnet. Der Staat dürfe nicht zum Dealer werden. Ein staatlich lizensierter Cannabisverkauf komme einer Anstiftung zum Konsum gleich.

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