Die Plakate des Genossen Wasserhövel
Der Kandidat, der jetzt bereits in Köpenick aushängt, Kajo Wasserhövel, ist kein Geringerer als der Bundeswahlkampfleiter der SPD. Ich fragte ihn: Warum brechen Sie das Gesetz? Er sagte: „Ein eifriger Genosse der AG 60 plus hat, in Unkenntnis der gesetzlichen Bestimmungen (…) tatsächlich bereits jetzt 50 Plakate aufgehängt. Einerseits freuen wir uns sehr über dieses Engagement, andererseits entschuldigen wir uns für den kleinen Frühstart.“ Der Rivale Wasserhövels, CDU-Direktkandidat Prof. Niels Korte, will sich damit nicht abfinden und sagte mir, die SPD verstoße gegen die Fairness und er verlange, dass die Plakate umgehend abgenommen werden.
Das müssen sie auch. Im Jahr 2006 hängte die FDP in Neukölln einen Tag zu früh Wahlplakate auf. Das CDU-geführte Ordnungsamt nahm sie sofort wieder ab. Das Ordnungsamt von Treptow-Köpenick untersteht der SPD, nämlich Bezirksbürgermeisterin Schöttler. Sie war gestern für mich nicht zu sprechen …
Was geschieht nun? Lässt das SPD-Ordnungsamt die Plakate des Genossen Wasserhövel hängen?
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